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Herausforderung Studien-Finanzierung


07.09.2017

Das Wort „Studentenleben“ wird zumeist in einem eher negativen Kontext verwendet. Tiefkühlkost, ständig Party und dazwischen auch mal Studieren - das sind Klischees mit denen sich Studenten regelmäßig auseinandersetzen dürfen.

Eltern stellen nervige Fragen und Freunde, die nicht studieren lassen blöde Sprüche ab. Es stimmt schon, Studenten verbringen die meiste Zeit sicher nicht nur in Vorlesungssälen oder Seminarräumen und dazu kommen knapp fünf Monate Semesterferien im Jahr. Allerdings ist diese Zeit nicht nur für Hausarbeiten und Klausurvorbereitung da, sondern irgendwie muss so ein Studium auch finanziert werden. Denn: Studieren kostet eine Menge Geld! Der Großteil der Studenten hat nicht das Privileg, mit dem goldenen Löffel im Mund geboren zu sein und muss sich anderweitig um die Finanzierung kümmern. Dabei fällt nicht nur das Studium selbst so arg ins Gewicht - Miete, Versicherungen, Lebensmittel und Fachliteratur wollen auch bezahlt werden. Laut der Sozialerhebung des Deutschen Studentenwerkes hat ein deutscher Student in 2016 durchschnittlich 918 Euro im Monat ausgegeben. Um die Finanzierung zu gewährleisten, gibt es viele Wege und einige stellen so manchen Studenten vor Herausforderungen. Wir helfen:

Eltern

Während es noch vor einigen Jahrzehnten darum ging, dass auch Kinder schnell in das Arbeitsleben einsteigen, um die Familie finanziell unterstützen zu können, besteht ein Großteil der Eltern heutzutage auf eine gute Bildung. Und die nimmt nicht nur Zeit, sondern auch Geld in Anspruch. Eltern sind in aller Regel gewillt zu zahlen - eine Investition in die Zukunft der Kinder und auf irgendeine Art auch in die eigene. Klassischerweise zahlen die Eltern die Miete, erwarten sich jedoch auch oftmals eine gewisse Eigenleistung der Sprösslinge. So baut die Unterstützung der Eltern auch Druck auf, im Studium relativ schnell voranzuschreiten. Wer mit der Kontrolle nicht leben kann, sollte sich etwas anderes überlegen. Aber grundsätzlich sind die Eltern dazu verpflichtet den ersten berufsqualifizierenden Abschluss ihrer Kinder zu finanzieren.

BAföG

Kinder einkommensschwacher Eltern sind nach dem Ausbildungsförderungsgesetz (BAföG) dazu berechtigt, eine staatliche Förderung zu beziehen. Mit dieser Förderung sollen grundsätzlich alle anfallenden Kosten des Lebensunterhaltes und des Studiums bewältigt werden. BAföG muss jedoch teilweise nach erfolgreichem Abschluss des Studiums wieder zurückgezahlt werden. Seit dem Wintersemester 2016/2017 beläuft sich der Höchstsatz auf monatlich 735 Euro. Wer BAföG beantragt, muss sich erstmal mit einer Menge Papierkram auseinandersetzen und der Bewilligungsprozess kann viel Zeit in Anspruch nehmen. Besonders nervenaufreibend kann dies zwischen zwei Studienabschnitten, zum Beispiel zwischen Bachelor und Master sein, da ein erneuter Antrag gestellt werden muss und wieder einiges an Zeit ins Land zieht bevor der Antrag bewilligt wird. Zwar werden die Bezüge rückwirkend ausgezahlt, jedoch müssen sich Bezieher von BAföG auf eine Auszahlungspause von mehreren Monaten gefasst machen und deshalb vorbauen.

Eigener Verdienst

Egal ob BAföG oder Unterstützung der Eltern - fast zwei Drittel der Studierenden arbeiten neben ihrem Studium. Die Hälfte davon benötigt es sogar zur Sicherung der eigenen Existenz. Dafür gibt es verschiedene Arten von Nebenjobs. Zum einen können Studenten als sogenannte Werkstudenten arbeiten. Um diesen Status zu erlangen darf der Nebenjob nicht mehr als 20 Stunden pro Woche ausgeübt werden. Der große Vorteil ist, dass Werkstudenten keine Steuern zahlen, unabhängig von der Höhe des Gehalts. Der Nachteil ist jedoch, dass Vollzeitstudium und Werkstudentenstelle zusammen in der Regel eine höhere Arbeitsstundenzahl als ein Vollzeitjob ergeben, weswegen es einem sehr guten Zeitmanagement bedarf, um alles unter einen Hut zu bekommen.

Ein zweite Option ist ein 450-Euro-Job, auch Mini-Job genannt. Das ist vor allem für Studenten die BAföG beziehen interessant, da sie zu ihrer staatlichen Förderung nicht unbegrenzt dazu verdienen dürfen. Als geringfügig beschäftigt gilt allerdings auch, wer in den Semesterferien über einen bestimmten Zeitraum in Vollzeit arbeitet.

Stipendien

Wer in der Schule besonders gut war oder sich durch sonstige herausragende Leistungen verdient gemacht hat, kann sich unter Umständen für ein Stipendium qualifizieren. Stipendien sind ein wesentliches Element der Begabtenförderung und werden in Deutschland hauptsächlich durch Stiftungen vergeben, in einigen Fällen aber auch von außeruniversitären Forschungseinrichtungen. Art und Höhe der Förderung können stark variieren und zum Teil auch nur bestimmte Studienabschnitte fördern. Man sollte sich in jedem Fall frühzeitig informieren – häufig haben die Stiftungen nur eine einzige Bewerbungsfrist im Jahr.

Studien- und Bildungskredit

Die Kreditanstalt für Wiederaufbau, kurz KfW, vergibt Kredite an Studenten, die sich das Studium aus eigener Kraft nicht finanzieren können oder ihr Einkommen zusätzlich aufstocken wollen. Dabei unterscheidet die KfW zwischen zwei Arten: Studienkredit und Bildungskredit. Mit einem Studienkredit lassen sich Erst- und Zweitstudium sowie Promotion finanzieren. Das maximale Förderungsdarlehen von 650 Euro im Monat lässt sich sogar mit BAföG kombinieren. 

Der Bildungskredit richtet sich an Schüler und Studenten, die sich in der letzten Phase ihrer Ausbildung befinden und kann mit einer Darlehenssumme von bis zu 300 Euro pro Monat beantragt werden. 

Vier Jahre nach der ersten Auszahlung muss, falls kein Aufschub beantragt wird, mit der Tilgung begonnen werden, was einige Studenten vor weitere Herausforderungen stellt, da insbesondere Geisteswissenschaftler oftmals länger mit der Jobsuche beschäftigt sind.

Sonstige Kredite

Kreditanträge sind in der Regel mit viel Bürokratie und Papierkrieg verbunden. Es gibt jedoch auch Anbieter, die einem den Bewilligungsprozess um einiges erleichtern. So zum Beispiel im Rahmen eines sogenannten „Schweizer Kredits“. Allein der Name gibt schon reichlich Auskunft darüber, wo diese Darlehen herkommen. Allerdings sind sie auch dafür bekannt, dass diese Kredite keiner Schufa-Anfrage bedürfen und landläufig ganz einfach „Kredit ohne Schufa“ genannt werden. Ein Kredit von einer Schweizer Bank ohne Schufa-Prüfung eignet sich vor allem für Studenten, die alle bisherigen Optionen ausgeschöpft haben oder sich nicht dafür qualifizieren.

Worauf die Wahl auch fällt, eine gute Recherche lohnt sich in jedem Fall und erspart oft böse Überraschungen. Wir wünschen viel Erfolg bei Finanzierung und Studium!

 

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