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Arbeiten im Sicherheitsgewerbe


27.10.2020

Hier erfährst du alles über die Ausbildung zur Fachkraft im Sicherheitsgewerbe.

Das Sicherheitsgewerbe ist nicht nur eine unverzichtbare Branche, sondern vor allem auch eine vielfältige und abwechslungsreiche Berufsrichtung. Es gibt unzählige Variationen der möglichen Tätigkeiten und Arbeitsorte die im Sicherheitsgewerbe möglich sind.

Die Voraussetzung, um in der Sicherheitsbranche durchzustarten, ist das Erwerben des sogenannten 34a – Scheins. In dem Kurs, welcher auf die dazugehörige Prüfung vorbereitet, wird all das wichtige Wissen vermittelt, das zur Arbeit oder weiteren Aus- und Fortbildung als Sicherheitsfachkraft qualifiziert. Aber was genau ist dieser 34a – Schein und was nützt er?

Was ist der 34a – Schein?

Paragraf 34a beschreibt die Bewachungs- und Gewerbeverordnung. Wer den sogenannten 34a Schein vorweisen kann, hat offiziell die Erlaubnis fremdes Eigentum, Leben, Grundstück und Ähnliches zu bewachen und zu schützen. Um diesen Schein zu erwerben, muss die dazugehörige Sachkundeprüfung 34a erfolgreich absolviert werden. Der Schein ist Voraussetzung für die Arbeit in der Security - Branche und oft auch eines der Kriterien für eine weiterführende Ausbildung in einem der Jobgebiete rund um den Sicherheitssektor.

Die Inhalte, die in der Prüfung abgefragt werden, werden zuvor in einem Vorbereitungskurs erlernt. Der Kurs kann an lokalen Hochschulen im Präsenzunterricht erfolgen, vor allem aber bieten viele Online – Hochschulen die Vorbereitung auf die Sachkundeprüfung 34a an.

In dem Seminar, das je nach gewähltem Modul in Teil- oder auch in Vollzeit absolviert werden kann, werden alle Themen, die relevant für die Prüfung sind, ausführlich besprochen, sodass in der Prüfung alle Fragen kompetent beantwortet werden können. Meist dauert die Vorbereitung zwischen zwei und vier Wochen. Die Kosten können in einigen Fällen teilweise, oder sogar ganz, von beispielsweise der Agentur für Arbeit und ähnlichen Institutionen, übernommen werden.

Um an einem Vorbereitungskurs zur Sachkundeprüfung teilnehmen zu können, müssen in der Regel keine Kenntnisse im Bereich der Sicherheitsbranche vorgewiesen werden. Jedoch ist es Pflicht, ein „sauberes“ polizeiliches Führungszeugnis, also eines ohne jegliche Einträge, vorzuweisen. Auch sehr gute Deutschkenntnisse in Sprache und Schrift sind gefordert.

Welche Inhalte kommen in der Sachkundeprüfung vor?

In der Prüfung werden alle Themenbereiche abgedeckt, die für die zukünftige Arbeit im Sicherheitsgewerbe relevant sind. Der Themenumfang ist dabei recht groß, was wichtig ist, um die Tätigkeit verantwortungsbewusst und so ausführen zu können, dass dabei keine Rechte verletzt werden. 

Viele der Themenbereiche beziehen sich daher auf rechtliche Fragen, wie zum Beispiel das Recht der öffentlichen Sicherheit und Ordnung, das Gewerberecht, das Straf- und Strafverfahrensrecht, das Datenschutzrecht und das Waffenrecht, wozu auch der Umgang mit Waffen in Bezug auf das Waffengesetz gehört. Darüber hinaus kommen die Grundlagen der Sicherheitstechnik, grundlegende Kenntnisse des Bürgerlichen Gesetzbuches und die Unfallverhütungsvorschrift für Sicherungs- und Wachdienste vor

Aber auch soziale Themen werden im Bereich der richtige Umgang mit Menschen geprüft. Dabei handelt es sich um den passenden Umgang mit Menschen in allen, jedoch insbesondere in Gefahren- und Konfliktsituationen. Kulturelle Unterschiede und der passende Umgang mit diesen und Menschen mit unterschiedlichen ethnischen Hintergründen müssen dabei besonders beachtet werden. Unterthemen können zum Beispiel Körpersprache, Emotionen und die Kommunikation mit anderen sein. Eines der wichtigsten Themen in diesem Bereich sind verschiedene Deeskalationstechniken.

Wie ist die Prüfung aufgebaut?

Die Prüfung besteht aus einem mündlichen und einem schriftlichen Teil.

Der schriftliche Teil setzt sich dabei aus 72 Fragen aus den zuvor genannten Themenbereichen zusammen. Dabei sind die einzelnen Themen unterschiedlich schwer gewichtet. Insgesamt können 100 Punkte erzielt werden. Wie viele Punkte es zu jedem Themenbereich gibt, ist festgelegt und immer gleich. Der genaue Fragenlaut variiert jedoch von Prüfung zu Prüfung und kann vorher nicht eingesehen werden (deshalb lohnt es sich nicht, sie einfach nur auswendig zu lernen).

Aus den Bereichen Recht der öffentlichen Sicherheit und Ordnung, dem Gewerberecht, dem Datenschutzrecht und Waffenrecht werden je vier Fragen gestellt. Dabei können in jedem Bereich vier Punkte erworben werden, nur im Recht der öffentlichen Sicherheit sind es acht Punkte. In der Unfallverhütungsvorschrift und Sicherheitstechnik sind es acht Fragen und acht Punkte pro Thema und im Straf- und Strafverfahrensrecht sowie dem Bürgerlichen Gesetzbuch sind es jeweils zwölf Fragen mit 24 Punkten für jeden Bereich. Die meisten Fragen stammen aus der Thematik Umgang mit Menschen, dort sind es 16 Fragen, durch die bis zu 16 Punkte erzielt werden können. Die Fragen sind nach dem sogenannten „multiple choice“ Prinzip aufgebaut. Das bedeutet, dass zu jeder Frage drei Antwortmöglichkeiten zur Verfügung stehen, von denen die richtige Antwort angekreuzt werden soll. Teilweise können auch mehrere Antworten richtig sein.

Für das Ausfüllen des Fragebogens stehen insgesamt 120 Minuten zur Verfügung. Um die Prüfung zu bestehen, müssen in dieser Zeit mindestens 50 Punkte erzielt werden. Nur wenn diese 50 Punkte erreicht und die schriftliche Prüfung somit bestanden wurde, kann an der mündlichen Prüfung teilgenommen werden. Diese dauert in der Regel etwa 15 Minuten. Es können bis zu fünf Teilnehmer gleichzeitig geprüft werden.

Die Fragen können in diesem Prüfungsteil aus allen Themenbereichen kommen und werden oft als Fallbeispiel gestellt. Der Prüfer beschreibt eine Situation oder einen Vorfall und bittet den Prüfling dann, seine Reaktion oder Handlung auf dies zu beschreiben.

Gerne werden jedoch auch Fragen zum Thema Umgang mit Menschen gestellt. Besonders oft soll dabei das Ausführen einer der erlernten Deeskalationtechniken geschildert werden. Auch rechtliche Fragen kommen häufig vor.

Prüfung bestanden – wie geht es weiter?

Nachdem der 34a – Schein und das dazu benötigte Wissen und die dementsprechenden Fertigkeiten für den Berufsalltag erworben wurde, kannst bei einer Vielzahl von Unternehmen aus allen möglichen Branchen eine Position als Sicherheitsangestellte/r angenommen werden. Ob Türsteher in der Disko, nachts im Museum, Security bei großen Events oder als Citystreife – die Möglichkeiten sind weit gefächert.

Dabei ist es jedem selbst überlassen, ob für eine Sicherheitsfirma oder als Selbstständige/r gearbeitet werden möchte. Es gibt zahlreiche Fortbildungen, in denen sich auf die Selbstständigkeit vorbereitet werden kann. Oder auch einfach auf spannende Bereiche spezialisiert und somit die Karriere richtig in Schwung gebracht werden kann.

Der 34a – Schein ist das Ticket zur Welt der Sicherheitsbranche!

 

Bildquelle: weinstock@pixabay.com - key-96233_1280

Link: https://pixabay.com/de/photos/schl%C3%BCssel-metall-haus-sicherheit-96233/

 

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