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ZUM BERUFSWAHLTEST

So hip und angesagt kann eine Ausbildung im Handwerk sein


09.01.2018

Jetzt mal Hand aufs Herz: Wie groß war der Schock, als dir beim Berufswahltest ein handwerklicher Beruf „empfohlen“ wurde?

Warum du damit wahrscheinlich nicht gerechnet hast oder dir einfach ein anderes Ergebnis erhofft hast, hängt mit den vielen Vorurteilen zusammen, die sich rund um eine Ausbildung im Handwerk ranken. Wir räumen mit diesen Vorurteilen, Gerüchten und Ammenmärchen heute einmal gründlich auf.

Je höher der Abschluss, desto weniger weist der Weg Richtung Handwerk.

Dieses Vorurteil und diese Auffassung sind komplett falsch. Keiner ist „überqualifiziert“, weil er die Mittlere Reife oder gar das Abitur hat und nun einen handwerklichen Beruf lernt. Auch in der Berufsschule wird sich keiner langweilen. Häufig ist der Einstieg in eine Ausbildung (egal ob im Handwerk oder in einer anderen Branche) der Einstieg ins Berufsleben. Wer mit 16 oder 17 Jahren die Schule verlässt und eine dreijährige Ausbildung absolviert, ist keineswegs mit 19 oder 20 Jahren festgelegt auf einen Beruf. Vielmehr ist die Ausbildung eine solide Grundlage – für viel mehr. 

Wer sich für eine handwerkliche Ausbildung interessiert, kann beispielsweise mit dem Abiturzeugnis die Eintrittskarte lösen für eine Zusatzqualifikation. „Management im Handwerk“ heißt die Qualifizierung, die bereits während der Berufsschule betriebswirtschaftliche Inhalte und Fremdsprachen umfasst. Wer Ausbildung und Zusatzqualifikation stemmt, punktet dreifach: Mit Berufsabschluss, einem Zertifikat als Management-Assistent/-in und mit einem europaweit anerkannten Sprachzertifikat.

In einem handwerklichen Beruf ist es immer schmutzig.

Richtig ist, dass es beim Schreiner sicherlich mehr staubt als in einer Versicherungsagentur, aber: Auch auf den Duft von frischem Holz muss der Versicherungsvertreter verzichten, während er tagsüber unter künstlichem Licht vor dem Computer sitzt und abends vielleicht sogar noch einen Termin bei einem Kunden hat. Auch in der Backstube und im Schlachthaus – hier gibt es bereits seit Jahren einen eklatanten Azubi-Mangel – gibt es Mehl und Fleisch, aber sicherlich keinen Schmutz. Denn gerade als Bäcker oder Metzger hat – wie in jedem Lebensmittelhandwerk – Hygiene die oberste Priorität. 

Zudem warten gerade diese Berufe mit einem entscheidenden Vorteil auf: Sie erlauben den Auszubildenden Einblicke in das, was uns am Leben erhält – und das sind unsere Nahrungsmittel. Zugegeben, der Bäcker muss frühmorgens bereits aufstehen. Und der Metzger muss sicherlich auch hart arbeiten, um die Lebensmittel zu produzieren, die wir tagtäglich konsumieren. 

Handwerker kommen nicht so gut an.

Das Image vom hart arbeitenden, verschmutzten Handwerker hält sich wacker in den Köpfen vieler und hält vielleicht auch dich davon ab, dich für eine Ausbildung im Handwerk zu entscheiden. Allerdings kommen manche Handwerker richtig gut an – und zwar vor allem die, die eine ganz spezielle Arbeitsbekleidung anhaben. Spezielle Zunftbekleidung für Dachdecker, Maurer, Zimmerer, Gerüstbauer und Steinsetz ist damit schon fast wieder in. Sicherheitskleidung unterstreicht mitunter den gefährlichen Einsatz der Handwerker. Sie zeigt an, dass Menschen beispielsweise als Feuerwehrmann aktiv sind, um anderen zu helfen – und das kommt durchaus gut an.

Im Handwerk gibt es nur alte Berufe.

Natürlich stellst du dir den Handwerker so vor, dass er mit der Hand arbeitet. Daher kommt letztlich auch seine ursprüngliche Bezeichnung. Heute kommen auch handwerkliche Berufe mit einer gehörigen Portion Modernität daher. Der Drucker beispielsweise macht heute eine Ausbildung zum Medientechnologen. Das manuelle Setzen von Buchstaben und Bildern ist allerdings längst passé.   Heute lernt der Medientechnologe, wie der Ablauf von vielen Druckaufträgen in der Druckerei zu planen ist. Die Einrichtung sowie Instandhaltung von Druckmaschinen, die Steuerung der Druckprozesse und die Beurteilung von Technologien und Prozessen stehen bei dieser Ausbildung im Fokus. Je nach Ausbildungsbetrieb erfolgt meist eine Spezialisierung auf eine spezielle Druckart – zum Beispiel Bogen- oder Rollenoffsetdruck, Verpackungsdruck, Digitaldruck, Flexodruck oder andere Druckverfahren, die im Ausbildungsbetrieb angeboten werden.

Handwerksberufe sind für Männer reserviert

Von wegen! Die Frauenquote steigt deutlich, zeigt nun eine Studie zum Thema Chancengleichheit in der Privatwirtschaft. Das Ergebnis fegt das Vorurteil buchstäblich vom Tisch: „Fast jeder dritte neue Azubi im Handwerk ist weiblich. Mehr als 20 Prozent der Meisterprüfungen werden von Frauen abgelegt. Und auch der Anteil an den Existenzgründungen ist mit 24 Prozent sehr hoch.“

Dieses positive Ergebnis veranlasst jedoch keinen der Verantwortlichen dazu, sich auf den Lorbeeren auszuruhen. Sie tun noch mehr, um dich vom Handwerk zu begeistern. Girls Days in Betrieben bieten gerade jungen Frauen die Option, einen handwerklichen Beruf kennenzulernen. Auch die Einführung von Elterngeld und weiteren Optionen der Kinderbetreuung sollen immer mehr  Frauen in die Handwerksriege locken.

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